Test Pflegeversicherung: Diese Tarife empfiehlt das Verbrauchermagazin "Guter Rat"

"Guter Rat" ist ein unabhängiges Verbrauchermagazin, das nützliche Informationen, unter anderem in den Bereichen Recht, Steuern, Versicherungen und Gesundheit, bereithält. Es erscheint monatlich und wird in dem zu Burda gehörenden SUPERillu-Verlag herausgegeben. In der Ausgabe 5/2017 werden Pflegepolicen in einem Vergleich unter die Lupe genommen. Das Test-Ergebnis haben wir für Sie zusammengefasst.

Die dem Test von "Guter Rat" zugrunde liegenden Kriterien

Entscheidend für die Wahl der Pflegeversicherung ist, dass der Tarif auch zu der jeweiligen Lebenssituation passt. Deshalb wurden die angebotenen Tarife beim Vergleich in drei Gruppen unterteilt, die auf die altersspezifischen Bedürfnisse ausgerichtet sind, nämlich in Tarife für Erwachsene ab dem 35. Lebensjahr, in Tarife für Erwachsene ab dem 65. Lebensjahr und in sogenannte Startertarife, die sich als Pflegeversicherung für 18- bis 55-Jährige eignen. Die Tarife in der Pflegeversicherung wurden jeweils mit 123 Bedingungsfragen bewertet und einem Vergleich unterzogen. Es war nicht möglich, mit ja oder nein zu antworten. Stattdessen wurden die Antworten beim Vergleich in Zehn-Prozent-Schritten gewichtet.

Tarife für Erwachsene ab dem 35. Lebensjahr

In dem Vergleich der Tarife für Erwachsene ab dem 35. Lebensjahr stehen zwei Tarife an der Spitze, nämlich die Pflegeversicherung Allianz PZTB03 und der PTPU der Württembergische Krankenversicherung AG. Eine Einmalzahlung gibt es beim Allianz-Tarif nicht. Bei einer monatlichen Prämienzahlung beginnt die Leistung in Pflegegrad 1 bei 300 Euro, während sie in den nachfolgenden Pflegegraden konstant bei 1.500 Euro im Monat liegt, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine stationäre oder ambulante Pflege handelt. Bei der Württembergischen Krankenversicherung gibt es eine Einmalzahlung, die das 30fache des Tagessatzes ausmacht. Bei Pflegegrad 1 liegt die monatliche Leistung bei 75 Euro. In den nachfolgenden Pflegegraden beträgt die Leistung kontinuierlich 1.500 Euro bei der stationären Pflege, während sie bei der ambulanten Pflege gestaffelt ist, und das zu einer monatlichen Beitragszahlung von rund 35 Euro.

Tarife für Erwachsene ab dem 65. Lebensjahr

Im Vergleich der Tarife für Erwachsene ab dem 65. Lebensjahr haben der bereits beschriebene Tarif PTPU der Württembergische Versicherung AG und die Pflegeversicherung MediPG der Gothaer Krankenversicherung im Test am besten abgeschnitten. Allerdings liegt die monatliche Beitragszahlung für die Württembergische aufgrund der höheren Altersklasse nun bei rund 157 Euro, während die monatlichen Kosten für die Gothaer rund 211 Euro betragen. Die Gothaer leistet eine Einmalzahlung in Höhe von 5.000 Euro. In Pflegegrad 1 gibt es 300 Euro, in den Pflegegraden 2 und 3 wird die Leistung jeweils verdoppelt. Nur in den Pflegegraden 4 und 5 steigt die Pflegeleistung auf 1.500 Euro an, wobei in allen Pflegegraden nicht zwischen ambulanter und stationärer Pflege differenziert wird.

Startertarife - für 18- bis 55-Jährige

Bei den Startertarifen, die sich für 18- bis 55-Jährige eignen, hat im Vergleich mit anderen die IDEAL am besten abgeschnitten. Dabei handelt es sich um eine Pflegeversicherung, die mit 67 Jahren endet. Tritt der Leistungsfall vor Erreichen dieser Altersgrenze ein, wird lebenslang gezahlt, und die Beitragszahlung entfällt. Verstirbt der Versicherungsnehmer, werden 90 Prozent der Deckungsrückstellung sowie die Überschüsse ausgezahlt. Für die Pflegegrade 2 bis 5 gibt es monatlich 1.500 Euro unabhängig davon, ob es sich um ambulante oder stationäre Pflege handelt.

Pflegeversicherung: Mit einem Einmalbetrag 1.500 Euro im Monat absichern

Eine andere Möglichkeit für die Pflegeversicherung ist die Pflegerente. Mit einem hohen Einmalbetrag besteht von Anfang an ein Anspruch auf eine monatliche Rentenzahlung in Höhe von 1.500 Euro. Stirbt der Versicherungsnehmer, bekommen die Hinterbliebenen den Restbetrag abzüglich der bereits gezahlten Rente. Solche Pflegerente-Tarife gibt es bei verschiedenen Anbietern, zu denen unter anderem IDEAL, die Alte Leipziger, SwissLife, die Allianz, der Volkswohl-Bund und Basler gehören.

Fazit: Frühzeitig private Pflegeversicherung abschließen ist sinnvoll

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich ein frühzeitiger Abschluss einer Pflegeversicherung lohnt, da die monatlichen Beitragszahlungen sehr viel geringer ausfallen. Zu bedenken ist auch, dass Pflegebedürftigkeit bereits bei Kindern und Jugendlichen eintreten kann. Die jeweils genannten Test-Sieger sind deshalb erste Wahl, weil sie hohe Einmalzahlungen mit Eintritt des Pflegefalls leisten. Ebenfalls hoch fallen die Beträge für die ambulante und stationäre Pflege in den Pflegegraden 2 bis 5 aus. Wer nicht jahrelang monatliche Beiträge zahlen möchte, kann sich optional für eine Pflegerente entscheiden. Wenig zinsbringendes Kapital kann hier eine sinnvolle Verwendung finden, wobei Pflegerenten nach dem Prinzip von Lebensversicherungen funktionieren.

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