Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Wenn mit einem Versicherungsvertrag die Gesundheit abgesichert werden soll, ist eine sogenannte Gesundheitsprüfung üblich. Mit dieser verschafft sich der Versicherer einen grundlegenden Überblick über den gesundheitlichen Zustand des Antragstellers, woraus sich persönliche Risiken herleiten lassen. 

Neben privaten Krankenversicherungen und der BU-Versicherung wird immer häufiger auch die Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung angeboten. In diesem Fall verzichtet die Versicherung auf einen breiten Fragenkatalog und ermöglicht den Versicherungsabschluss, ohne die individuelle Disposition genau zu kennen. Im Folgenden erfahren Sie, für wen diese Tarife lohnen und wann die Gesundheitsfragen besser zugelassen werden sollten.

Welche Rolle spielt die Gesundheitsprüfung beim Vertragsabschluss?

Ob eine Person potenziell zum Pflegefall wird, hängt entscheidend von ihrer Lebensführung ab. Wer Extremsportarten nachgeht oder über sein Leben hinweg viele Erkrankungen erleidet, unterliegt dem größeren Risiko einer Pflegebedürftigkeit. Versicherungen ist dies bewusst, weshalb sich schon beim Vertragsabschluss herausfinden möchten, wie hoch dieses individuelle Risiko liegt.

Die Gesundheitsfragen sind hierfür das gängige Mittel. Es handelt sich um einige Fragebögen, auf denen der Antragsteller wahrheitsgemäß Informationen zu seiner Gesundheit geben muss. Dies reichen von Krankheiten oder Operationen der letzten Jahre bis zu Fragen über das Rauchverhalten oder die sportliche Freizeitgestaltung. Die Antworten fließen in die persönliche Tarifierung ein. Wenn sehr viele Risikofaktoren vorliegen, muss der Antragsteller mit einem höheren Beitrag als bei einer gesunden und vorbildlichen Lebensweise rechnen.

Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung - Vor- und Nachteile

Der Vorteil einer Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen ist die fehlende Analyse der individuellen Risikosituation. Gerade wenn Antragsteller fürchten, von der Versicherung abgelehnt zu werden, kann der Verzicht auf die Gesundheitsprüfung dieses Problem beseitigen. Für viele Interessenten stellt dies überhaupt erst die Möglichkeit dar, eine Pflegezusatzversicherung abschließen zu können. Auch formal verläuft der Vertragsabschluss schneller, da weniger Dokumente benötigt werden und die Auswertung der persönlichen Gesundheitsfragen entfällt. Außerdem werden potenziell falsche Antworten auf Gesundheitsfragen nicht zu einem Problem im Leistungsfall, was immer wieder bei Verträgen mit zugelassener Gesundheitsprüfung passiert.

Der wesentliche Nachteil der Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung sind die höheren Beiträge. Die Versicherungen wissen, dass diese Tarifart von Personen bevorzugt wird, die bei Zulassen einer Gesundheitsprüfung wahrscheinlich abgelehnt würden. Die Versicherung erwartet deshalb zahlreiche Risiken und setzt den Versicherungsbeitrag in diesen Verträgen vergleichsweise hoch an. Für viele Betroffene ist dies allerdings akzeptabel. Schließlich ist ein Vertragsabschluss mit höheren Beiträgen meist die einzige Alternative zum vollständigen Verzicht auf diesen wertvollen Versicherungsschutz.

Für wen ist die Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen sinnvoll?

Pauschal kann niemandem zu einer Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung geraten werden. Dies gilt vor allem daran, dass jede Versicherung andere Maßstäbe an die gesundheitlichen Risiken eines Antragstellers anlegt. Dennoch wird jeder Interessent an einer Zusatzversicherung abschätzen können, wie hoch seine persönliche Risikosituation ist. Zu den wichtigsten Maßstäben, ob persönliche eine Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen lohnt, gehören:

  • regelmäßige Arztbesuche in den letzten Jahre
  • regelmäßige Medikamenteneinnahm
  • ein oder mehrere Operationen in jüngerer Vergangenhei
  • riskante Freizeitgestaltung, z. B. Extremsportarte
  • klassische Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholgenuss etc.

Für Interessenten an einer Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen ist es sinnvoll, online einen anonymen Vergleich durchzuführen. Hier sollten die persönlichen Risikofaktoren eingegeben werden. Das Ergebnis zeigt, ob und zu welchen Konditionen eine Versicherung die eigene Person absichern würde. Dies kann mit einem konkreten Tarifangebot einer Versicherungsgesellschaft verglichen werden, bei der eine Anfrage auf eine Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung gestellt wurde. 

Lohnt sich ein Abschluss für gesunde Versicherungsnehmer?

Für junge und gesunde Antragsteller mit einer risikoarmen Lebensweise ist die Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen nicht zu empfehlen. Diese würden die gleichen Leistungen zu einem günstigeren Jahresbeitrag erhalten, wenn Sie Ihre individuelle Gesundheitssituation mit einfließen lassen. Auch hierbei gibt es natürlich große Unterschiede, da jede Versicherung die eigenen Gesundheitsrisiken etwas anders bewertet. Für jede Art von Pflegezusatzversicherung lohnt deshalb der unabhängige Vergleich, wobei für aussagekräftige Ergebnisse alle Gesundheitsfragen ehrlich zu beantworten sind.

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