Pflegezusatzversicherung - worauf kommt es an und was muss beim Abschluss beachtet werden?

Der Pflegebedarf in Deutschland steigt seit Jahren, wobei sich die Angehörigen von Betroffenen selten oder nicht an der häuslichen Pflege beteiligen. Spätestens wenn die Unterbringung in einem Pflegeheim notwendig wird, kommen erhebliche Kosten auf alle Pflegebedürftigen zu. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen selbst nach der aktuellen Pflegereform 2017 und Einführung der Pflegegrade nicht für eine Vollversorgung aus.

Eine private Pflegeversicherung abzuschließen, wird von vielen Experten angeraten und je nach Tarif sogar politisch gefördert. Im Folgenden erfahren Sie, worauf Sie beim Abschluss dieser sinnvollen Zusatzversicherung achten sollten.

Artikel zu Pflege-Bahr

Weitere Informationen über die Pflege-Bahr:
Pflege-Bahr – ein Segen oder doch ein Fluch?

Private Pflegeversicherung - welche Unterschiede gibt es?

Auch wenn in den Medien oft nur von privater Pflegeversicherung gesprochen wird, handelt es sich um verschiedene Versicherungsprodukte. Zu den wichtigsten Varianten gehören:

  • Pflegetagegeldversicherung
  • Pflegerentenversicherung
  • Pflegekostenversicherung

Im Bereich Pflegetagegeld gibt es außerdem Tarife, die über eine staatliche Förderung verfügen - den sogenannten Pflege-Bahr. Pauschal kann nicht gesagt werden, welche dieser drei Varianten die beste ist. Stattdessen ist individuell zu überprüfen, welches Bedürfnis zur individuellen Absicherung besteht und welche Versicherungsleistungen hierbei am sinnvollsten sind.

Das Pflegetagegeld ist grundsätzlich beliebt, da es frei verfügbar ist. Vergleichsweise flexibel ist auch die Pflegerente, wobei Sie bei vielen Verträgen eine Einmalauszahlung anstelle einer monatlichen Pflegeleistung wählen können. Im Unterschied zum Pflegetagegeld sind Verträge über eine Pflegerente meistens deutlich teurer. Die abweichenden Kosten gleichen sich etwas an, wenn Sie eine Dynamik für die Pflegetagegeldversicherung vereinbaren. Dies ist sinnvoll, da ansonsten die Lebenshaltungskosten über die Jahre steigen und keine Anpassung der Pflegeleistungen stattfinden.

Wenn es Ihnen eher darum geht, die tatsächlichen Kosten durch die private Pflegeversicherung abzusichern, ist die Pflegekostenversicherung die beste Wahl. Hier werden von der Versicherung die tatsächlich erbrachten und abgerechneten Leistungen finanziell erstattet. Die Flexibilität anderer Verträge entfällt, außerdem ist diese Form der Pflegeversicherung mit höherem Aufwand in Abwicklung und Leistungsnachweis verbunden.

Wartezeiten & Co.

Auf diese Konditionen sollten Sie achten!

Haben Sie sich für eine der Tarifarten für die private Pflegeversicherung entschieden, sind weitere Konditionen zu Klauseln zu überprüfen. Dies gilt nicht zuletzt durch die Pflegereform im Januar 2017 und die Umwandlung der bisherigen Pflegestufen in Pflegegrade. Da es keine exakte Übereinstimmung der Pflegegrade mit den etablierten Pflegestufen gibt, sollte bei Altverträgen der genaue Leistungsfall für eine zukünftige Pflegesituation abgeklärt werden.

Wenn Sie ab 2017 eine Pflegeversicherung abschließen, sollten Sie die Änderungen der Pflegereform verstanden haben. Durch das neue System wird stärker auf Demenz-Erkrankungen und Einschränkungen bei alltäglichen Tätigkeiten eingegangen. Hier gilt es zu überlegen, für welche Fähigkeiten und in welchem Umfang die private Pflegeversicherung Leistungen übernehmen soll. Letztlich hängt diese Entscheidung auch von den Beiträgen ab.

Auch das Thema Wartezeiten ist individuell abzuklären. Aus verständlichen Gründen arbeiten die Versicherer mit Wartezeiten, damit nicht unmittelbar nach Abschluss der Police ein Leistungsfall möglich wird. Dennoch arbeiten die verschiedenen Gesellschaften mit unterschiedlichen Wartezeiten, die so kurz wie möglich gehalten werden sollen. Hierbei ist immer zu bedenken, dass eine private Pflegeversicherung nicht erst im Alter benötigt wird. Auch junge Menschen können z. B. durch einen Sportunfall temporär oder dauerhaft pflegebedürftig werden und auf die Leistungen ihrer Pflegeversicherung angewiesen sein.

Pflegereform 2017

Weitere Informationen zur Umstellung auf das neue Pflegesystem:
Pflegereform: Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff verdrängt die Minutenpflege

Fazit zur individuell besten Pflegeversicherung

Neben den oben genannten Aspekten sind weitere Tarifelemente individuell abzuklären. Um nicht in eine Pflegeversicherung zu investieren, die später der drohenden Pflegebedürftigkeit nicht entspricht, ist ein umfassender Vergleich anzuraten. Bei einem individuellen Pflegeversicherung Vergleich, der online möglich ist, gewinnen Sie einen schnellen Überblick über alle aktuellen Tarife der deutschen Versicherungslandschaft.

Auch wenn sich jeder Versicherte einen geringen Monatsbeitrag wünscht, sollten Sie im Vorfeld des Vergleiches die gewünschten Leistungen festlegen. Überlegen Sie in Ruhe, welche Absicherung Sie für einen Pflegefall wünschen und wählen Sie hieran orientiert die richtige Form der privaten Pflegeversicherung aus. Für diese Tarifart sollten Sie abschließend die finanzielle Optimierung durchführen.

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