Private Pflegeversicherung - Ausreichende Absicherung im Bedarfsfall

Private Pflegeversicherung - für eine gesicherte Existenz im Pflegefall

Die Entwicklung der Pflege in Deutschland zeigt auf, dass immer dann, wenn Senioren nicht über zusätzliche Geldquellen wie Mieteinnahmen oder hohe Kapitalerträge verfügen, eine private Pflegeversicherung existenziell werden kann. In ihrem sechsten Bericht über den Stand der Versorgung im Pflegebereich und die absehbare Einwicklung in der Pflegeversicherung nimmt die Bundesregierung diese Aspekte auf:

Steigende Anzahl der Leistungsempfänger

In den Jahren 2011 bis 2015 ist die Zahl der Leistungsempfänger gestiegen. Aus der Pflegeversicherung bekommen nun statt 2,3 bereits 2,7 Millionen Menschen Leistungen. In Euro ausgedrückt bedeutet dies, dass die Pflegekasse statt damaligen 20,0 Milliarden Euro im Jahr 2015 bereits 26,6 Milliarden bezahlt hat. Die Tendenz ist steigend, mit der Folge, dass immer mehr Menschen aus dem gleichen Topf bedient werden müssen. Waren es 2002 noch 1.888.969 Menschen, die Leistungen in Anspruch nahmen, so stieg die Zahl 2012 auf 2.396.654 und erreichte zum Halbjahr 2017 einen Stand von 3.103.839 Personen.

Höheres Lebensalter - mehr Pflegefälle

Auch die demografische Entwicklung verläuft nach oben. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt derzeit bei Männern ab Geburt 78,2 Jahre, erreichen sie ein Alter von 65 Jahren, so beträgt die voraussichtliche Lebensdauer 82,7 Jahre. Frauen werden ab Geburt 83,1 Jahr, ab dem 65. Lebensjahr dürfen sie mit einer Lebenserwartung von 85,9 Jahren rechnen. Dementsprechend gehen Hochrechnungen davon aus, dass sich der Anteil der über 80-Jährigen an der Gesamtbevölkerung von 5,4 % im Jahr 2013 auf 12,3 % im Jahr 2060 erhöhen wird. Im Gegensatz dazu sinkt die Gesamtbevölkerungszahl. Sie betrug 2013 noch 80,8 Millionen. Die Tendenz hochgerechnet, wird 2060 die Bevölkerungszahl in der Bundesrepublik noch 73,1 Millionen betragen.

Frühere Pflegebedürftigkeit bei Migrationshintergrund

Die sinkende Bevölkerungszahl wird auch durch Menschen mit Migrationshintergrund nicht aufgehalten. Bei dieser Zielgruppe kommt allerdings ein weiterer Faktor ins Spiel. Der Anteil der Personen, die mehr als 65 Jahre sind, nimmt auch hier zu. Aufgrund der schlechteren früheren Versorgung ist damit zu rechnen, dass Menschen mit Migrationshintergrund im Durchschnitt 10 Jahre eher pflegebedürftig werden. Von diesen Zahlen geht zumindest der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration aus.

Pflegeversicherung - mehr Ausgaben, weniger Einnahmen

Auch trotz derzeit steigender Beschäftigungszahlen bleibt die Gesamtlage eher problematisch. Immer mehr Menschen werden auf Leistungen der Pflegekassen angewiesen sein, jedoch tragen immer weniger zur Solidargemeinschaft durch ihre Abgaben bei. Kürzungen und Einschränkungen können nicht ausbleiben, sollten nicht Staat und die Gemeinschaft aller Versicherten nicht zur Kostendeckung herangezogen werden und umfassend dafür eintreten.

Vorsorgemaßnahme Nr. 1: Private Pflegeversicherung

Es liegt also im Interesse jedes Einzelnen, so früh wie möglich durch verschiedene Formen der privaten Pflegeversicherung für sich selbst vorzusorgen. Eine häufige Form ist das Pflegetagegeld. Je nach Pflegegrad wird ein Anteil der vereinbarten Tagessumme ausbezahlt. Pflegekostentarife werden in der Regel so abgeschlossen, dass sie die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung verdoppeln. Auch eine Pflegerentenversicherung ist möglich, hier wird pauschal ein monatlicher Geldbetrag ab Eintritt der Pflegebedürftigkeit bezahlt. Vergleichen Sie jetzt die Leistungen der Versicherer, damit Sie im Eintritt des Pflegefalles versorgt sind.

Pflegefall - Die Zukunft beginnt jetzt

Es lohnt sich, eine private Pflegeversicherung bereits in jungen Jahren abzuschließen, denn niemand kann vorhersagen, wann ein Pflegefall eintritt. Wie rasch kommt es zu einem Unfall, einer schweren Erkrankung mit nachhaltigen Auswirkungen. Um dann eine ausreichende Versorgung in Anspruch nehmen zu können, sollten Sie bereits jetzt an Ihre Zukunft denken.

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